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Anhörung der UREK-S vom 4. Juli 2023 Koalition «Lang leben unsere Produkte!»

20. April 2023 – Positionspapier USG Koalition Lang leben unsere Produkte

Pressemitteilung vom 27. März 2023 – Kreislaufwirtschaft: 17 Organisationen unterstützen die USG-Revision

Anhörung der UREK-S vom 4. Juli 2023


« Gegenstände länger zu nutzen und zu pflegen, reduziert Abfall und die Verschwendung von Rohstoffen und Energie. »

Dunia Brunner

conférence de presse de Berne le 10 octobre 2022

Die Koalition « Lang leben unsere Produkte ! » setzt sich für eine zirkulärere Schweiz

Die Mitglieder der Koalition «Lang leben unsere Produkte!» stellen gemeinsam fest: Es ist zwar allgemein anerkannt, dass die Langlebigkeit von Konsumgütern wichtig ist, um die Ressourcenverschwendung zu begrenzen, aber die Wegwerfmentalität ist noch lange nicht überwunden. In einer aktuellen Umfrage der Allianz der Konsumentenschutzorganisationen gaben 97 % der Befragten an, dass sie mindestens einmal ein Produkt in gutem Zustand weggeworfen haben, weil die Reparaturkosten zu hoch oder die Ersatzteile nicht verfügbar waren.[1] Das ist absurd in einer Zeit, in der die Ressourcen geschont werden sollten.

Jedes Jahr führt die Entsorgung von Gebrauchsgegenständen – von Haushaltsgeräten über Kleidung bis hin zu Smartphones und anderen IT-Geräten – zu Umweltverschmutzung und Verschwendung. Tatsächlich ist die Schweiz eine grosse Rohstoffverbraucherin und eine ebenso grosse Abfallproduzentin. Beim Elektroschrott[2] steht sie weltweit an dritter Stelle (23 kg pro Kopf im Jahr 2020[3]). Diese Verschwendung wäre aber vermeidbar.

Das Problem? Auch heute noch sind viele Produkte auf dem Markt nicht reparierbar: Sie sind nicht zerlegbar (z.B. verschweisste Teile); es gibt keine Ersatzteile; Reparaturen sind im Vergleich zu einem Neukauf zu teuer oder zu kompliziert; und viele Geräte werden aufgrund von technologischen Inkompatibilitäten oder fehlenden Software-Updates unbrauchbar.

Die jüngst veröffentlichten Berichte, Erhebungen und Umfragen zu diesem Thema bestätigen, dass es immer noch viele Hindernisse für die Reparatur und längere Verwendung von Konsumgütern gibt. Im Juni 2022 berichtete Greenpeace Schweiz darüber, dass es für den Detailhandel in Sachen Kreislaufwirtschaft noch viel zu tun gibt.[4] Das bestätigt eine Studie des FRC. Diese konnte aufzeigen, dass Geräte mit Garantie, die wegen eines, auf den ersten Blick reparierbaren, Defekts zum Kundendienst gebracht werden, in der Regel nicht untersucht, sondern einfach weggeworfen werden.[5] Meinungsumfragen zeigen demgegenüber, dass die Bevölkerung durchaus bereit wäre, mehr zu reparieren.[6]

Leider fördern die aktuellen Rahmenbedingungen eher Recycling und Verwertung als eine Wirtschaft, in der Produkte länger und weiterverwendet werden. Es engagieren sich zwar viele privatwirtschaftliche, öffentliche und nichtstaatliche Akteur:innen für eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft. Sie haben aber Schwierigkeiten, die Veränderungen umzusetzen, die angesichts der aktuellen ökologischen Herausforderungen notwendig sind.

Dies ist die Herausforderung des Entwurfs zur Revision des Umweltschutzgesetzes, der als Reaktion auf die Parlamentarische Initiative «Schweizer Kreislaufwirtschaft stärken» erarbeitet wurde. Das Thema ist in der Politik allgegenwärtig – in den letzten Jahren wurden im Parlament mehr als 30 Vorstösse zu diesem Thema eingereicht. Bei der Revision des Umweltschutzgesetzes handelt es sich um den vielversprechendsten Entwurf. Es ist der Einzige, der endlich gesetzliche Änderungen vorschlägt, um die vorzeitige Entsorgung von Gegenständen zu bekämpfen.

Die Koalition «Lang leben unsere Produkte!» möchte diese Ambitionen unterstützen und stärken, die bestehenden Ansätze fördern und wirtschaftliche und politische Akteur:innen ermutigen, das Marktangebot bereits jetzt zu verbessern. Es geht einerseits darum, sicherzustellen, dass die Konsument:innen Gebrauchsgegenstände nicht wegwerfen müssen; andererseits geht es darum, den Übergang zu einer echten, gross angelegten Kreislaufwirtschaft zu unterstützen.

Herausforderungen und Stand der Kreislaufwirtschaft

Die Kreislaufwirtschaft ist ein Werkzeugkasten, um Nachhaltigkeit umzusetzen.


Glasflaschen für Bier oder Wein wiederverwenden, statt sie zu recyceln. Ersatzteile und

detaillierte Anleitungen zur Verfügung stellen, um einen Staubsauger oder ein Telefon zu
reparieren. Baumaterialien aus dem Abriss eines Gebäudes wiederverwenden, um ein neues Gebäude zu errichten. All das ist Teil einer Kreislaufwirtschaftslogik. 

Diese basiert auf der einfachen, aber wirksamen Idee, den Ressourcen, Materialien und Gegenstände in der Wirtschaft so lange wie möglich aufrechtzuerhalten. Dies wird durch eine Reihe von Strategien erreicht: 
 

  •  den Ressourcenverbrauch absolut oder pro Produkt- oder
    Dienstleistungseinheit reduzieren;
  •  Materialströme durch Verlängerung der Lebensdauer von Produkten verlangsamen (z. B. durch Wartung, Wiederverwendung, Reparatur, Neu- und Wiederaufbereitung usw.)
  • Materialströme schliessen (stoffliche und energetische Verwertung von Abfällen) 


Um diese Strategien umzusetzen, müssen die Grundsätze des Ökodesigns oder des Kreislaufdesigns bereits zu Beginn des Lebenszyklus von Produkten angewandt werden. Die angewandten Design-Grundsätze bestimmen die Menge und Qualität der Materialien sowie die Energie, die für die Herstellung und den Gebrauch der Gegenstände benötigt wird. Sie definieren auch, welche Kreislaufwirtschafts- und «End-of-Life»-Strategien später angewendet werden können.

 

Schematische Abbildung der Kreislaufwirtschaft

Bundesamt für Umwelt  © BAFU

Dies gilt beispielsweise für mehrere Städte und Kantone (z.B. im Kanton Genf und
Kanton Zürich), die Aktionspläne entwickeln oder spezifische Strategien für die Kreislaufwirtschaft umsetzen. Es gibt auch viele kreislaufwirtschaftsrelevante Innovationen von Start-ups und Unternehmen sowie viele Initiativen der Zivilgesellschaft.Um diese Strategien umzusetzen, müssen die Grundsätze des Ökodesigns oder des 
Kreislaufdesigns bereits zu Beginn des Lebenszyklus von Produkten angewandt werden. Die angewandten Design-Grundsätze bestimmen die Menge und Qualität der Materialien sowie die Energie, die für die Herstellung und den Gebrauch der Gegenstände benötigt wird. Sie definieren auch, welche Kreislaufwirtschafts- und «End-of-Life»-Strategien später angewendet werden können.

Grundsätzlich sollten zunächst die Strategien in Betracht gezogen werden, welche Materialströme reduzieren und verlangsamen – bevor man darüber nachdenkt, Materialströme zu schliessen. Diese Reihenfolge findet sich auch in der Schweizer Abfallwirtschaft wieder, mit den Grundsätzen der präventiven Abfallvermeidung, dann der stofflichen und energetischen Verwertung von Abfällen und schliesslich der umweltgerechten Entsorgung. Kurz gesagt setzt die Kreislaufwirtschaft zunächst Strategien zur Verlängerung der Lebensdauer von Produkten um (Produktzyklus, Fragen des nachhaltigen Konsums und der nachhaltigen Produktion), bevor sie Materialströme schliesst (Materialkreislauf, Fragen der Abfallwirtschaft).

Die Umsetzung von Kreislaufwirtschaftsstrategien bringt viele Vorteile mit sich, selbstverständlich in ökologischer Hinsicht (bei Klimawandel, Verlust der biologischen Vielfalt, Umgang mit natürlichen Ressourcen), aber auch auf der wirtschaftlichen (Entkopplung von Wachstum und Ressourcenverbrauch, Versorgungsfragen, Widerstandsfähigkeit gegenüber externen Schocks, Innovation usw.) und auf der sozialen Ebene (lokale Arbeitsplätze, Rechte der Konsument:innen, Gesundheit usw.). Während die globale Wirtschaft immer noch weitgehend linear verläuft, mobilisieren sich viele Länder, aber auch Städte, Regionen, Unternehmen, Verbände und Bürger:innen-Initiativen, um von diesen Vorteilen zu profitieren und die Kreislaufwirtschaft rasch umzusetzen. Dies gilt beispielsweise für die Europäische Union, deren Aktionsplan von 2020 in den Mitgliedstaaten allmählich Wirkung zeigt.

In der Schweiz gibt es endlich Bewegung in Richtung Kreislaufwirtschaft.

Dies gilt beispielsweise für mehrere Städte und Kantone (z.B. im Kanton Genf und
Kanton Zürich), die Aktionspläne entwickeln oder spezifische Strategien für die Kreislaufwirtschaft umsetzen. Es gibt auch viele kreislaufwirtschaftsrelevante Innovationen von Start-ups und Unternehmen sowie viele Initiativen der Zivilgesellschaft.

Auf Bundesebene setzt sich die Idee einer Kreislaufwirtschaft langsamer durch.

In den letzten Jahren gab es zahlreiche parlamentarische Vorstösse zu diesem Thema, einige
Berichte des Bundesrates und wissenschaftliche Forschungsprojekte, die aber noch
nicht zu konkreten Entscheidungen geführt haben. Die aktuelle Revision des Umweltschutzgesetzes (20.433), die aus mehreren 2019 eingereichten parlamentarischen Initiativen hervorgegangen ist, zielt darauf ab, die Kreislaufwirtschaft zu stärken und könnte endlich die ersten Weichen stellen (siehe unten).

Die Schweiz ist aber nach wie vor tief in der Logik einer guten Abfallbewirtschaftung und -verwertung verwurzelt. Wir sind beispielsweise sehr stolz auf unsere Recyclingquoten, scheinen aber nicht bereit zu sein, die enorme Menge an Abfall, die wir produzieren (über 700 kg pro Person und Jahr), und die Auswirkungen, die unser Konsum auf die Umwelt hat, anzuerkennen. Um das volle Potenzial der Kreislaufwirtschaft auszuschöpfen, braucht es eine Verlagerung von der auf Abfall ausgerichteten «End-of-Pipe»-Logik hin zu Rahmenbedingungen, die den gesamten Lebenszyklus von Produkten berücksichtigen. So gesehen ist die Kreislaufwirtschaft eine breit angelegte Strategie zur Dekarbonisierung des Bausektors, für nachhaltige Produktion und nachhaltigen Konsum, zur Verringerung von Versorgungsrisiken, für einen sozial gerechten Wandel, zur Verbesserung der Rechte von Konsument:innen, für den Gütertransport , für die regionale Entwicklung, für Bildung und
Innovation und vieles mehr.

Um ihr volles Potenzial auszuschöpfen, muss die Kreislaufwirtschaft daher die Abfallvermeidung und die Verlängerung der Lebensdauer von Produkten (Wartung, Wiederverwendung, Reparatur, Wiederaufbereitung, usw.) in den Vordergrund stellen und geeignete Rahmenbedingungen für diese Strategien schaffen. Die Koalition «Lang leben
unsere Produkte!» wurde gegründet, um hier einen Beitrag zu leisten.

Die Revision des Umweltschutzgesetzes ist ein erster Schritt, der Unterstützung
verdient…

Die Koalition unterstützt nachdrücklich die Annahme der aktuellen Änderung. Sie wird darauf achten, dass die Änderung in den nächsten Schritten des Entscheidungsprozesses nicht verwässert wird und insbesondere der Kern der Änderung, Art. 35i, bestehen bleibt. Dieser Artikel ist ein erster Schritt, um das Inverkehrbringen von Objekten rechtlich zu
regeln. Er erlaubt es dem Bundesrat, ökologische Anforderungen an die Markteinführung von Produkten und Verpackungen zu stellen. Dank der neuen Bestimmungen würden die Konsument:innen endlich über Informationen verfügen, die es ihnen ermöglichen, fundierte Entscheidungen zu treffen (z. B. Reparierbarkeitsindex). Der Text enthält auch andere
wichtige Fortschritte: Die Berücksichtigung des Lebenszyklus von Produkten; Mechanismen, um Schulungen, Pilotprojekte und Plattformen für die Ressourcenschonung zu fördern; die Entwicklung einer Bescheinigung über den Ressourcenverbrauch in Gebäuden; Vorschriften für die stoffliche Verwertung von Abfällen usw.

… ab er es fehlt an Ergeiz!

Es bleibt festzuhalten, dass viele Aspekte, die mit der Verlängerung der Lebensdauer von Produkten zusammenhängen, noch fehlen oder zu wenig ambitioniert sind:

  •  Der gesamte Entwurf ist sehr stark auf Strategien zur Rückgewinnung von Materialien und Energie ausgerichtet, während Strategien zur Abfallvermeidung und zur Verlängerung der Lebensdauer von Gegenständen nur wenig oder gar nicht angesprochen werden. Als Teil des Umweltschutzgesetzes befasst sich diese Revision also nur indirekt mit den Herausforderungen einer nachhaltigen Produktion und eines nachhaltigen Konsums.
  •  Diese Aspekte werden bestenfalls in Kann-Formulierungen angesprochen («Der Bundesrat kann…»), die erfahrungsgemäss Gefahr laufen, blosse Absichtserklärungen zu bleiben (z. B. bestehende Bestimmungen zur Abfallvermeidung).
  •  Die verwendeten Begriffe bleiben unklar oder undefiniert (Wiederverwendung, Reparatur, Verwertung, Abfall usw.). Darüber hinaus gibt es keine Hinweise auf die Priorisierung der besten Verwertungsoptionen (z. B. Wiederverwendung vor Recycling).
  •  Der Entwurf bleibt auch zu vage in Bezug auf die Möglichkeiten, Kennzeichnungen im Zusammenhang mit der Reparierbarkeit zu entwickeln: Ein Reparierbarkeitsindex sollte ausdrücklich erwähnt werden.
  •  Bezüglich der Verlängerung der Lebensdauer von Gegenständen ist der Text nicht präzise genug und es fehlen Umsetzungsmechanismen (Reparierbarkeitsindex, Recht zu Reparieren, Fehlerdiagnose vor Entsorgung oder Abriss, Information der Konsument:innen usw.). Hindernisse für Reparatur und Wiederverwendung werden nicht angegangen.
  •  Dem Text fehlt es völlig an quantifizierten Zielen und Kontrollmechanismen (Schwellenwerte für graue Energie in Gebäuden, Ziele für die Vermeidung von Abfall oder die Nutzung von Ressourcen usw.).
  •  Ausser im Gebäudebereich übernimmt der Bund keine Vorbildfunktion und setzt keine spezifischen Bestimmungen um, die es den Kantonen und Gemeinden ermöglichen würden, sich dem programmatischen Ziel dieser Änderung zu nähern: der Erhaltung der natürlichen Ressourcen und ihrer effizienten Nutzung im Sinne einer Kreislaufwirtschaft.
  •  Die Abfallverwertungskanäle werden verbessert (sogenannte Mechanismen der erweiterten Herstellerverantwortung). Sie sollten aber auf andere Kategorien von Produkten ausgeweitet werden und und entsprechend den durchgeführten Verwertungsaktivitäten einer Ökomodulation unterzogen werden können.
  •  Es ist nichts vorgesehen, um die Vernichtung von unverkauften Waren zu begrenzen, ein Phänomen, das unter anderem Online-Handelsplattformen betrifft.
  •  Es gibt keine Bestimmungen, die den Einsatz von wiederverwendbaren Verpackungen beschleunigen.

Diese Aspekte werden von der Koalition «Lang leben unsere Produkte!» während der Revision vorangetrieben und danach Gegenstand konkreter Vorschläge sein, sowohl bei der Erarbeitung der Verordnungen zur Umsetzung dieser Revision als auch durch zusätzliche Gesetzesvorschläge.

Ziele und Massnahmen der Koalition

Die Mitglieder der Koalition «Lang leben unsere Produkte!» haben folgende gemeinsame Ziele:

  1. Bekämpfung von Verschwendung und Umweltverschmutzung durch die vorzeitige Entsorgung von Konsumgütern, durch Verlängerung ihrer Lebensdauer.
  2. Änderung der Rahmenbedingungen, damit der Markt Produkte anbietet, die nach den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft gestaltet sind, und stärkere Berücksichtigung des Themas nachhaltige Produktion und nachhaltiger Konsum in verschiedenen Politikbereichen (Umwelt, Wirtschaft, Bildung, Landwirtschaft usw.)
  3. Den Konsument:innen einen einfachen und erschwinglichen Zugang zu Reparatur und Wiederverwendung ermöglichen, als Alternative zum Neukauf
  4. Unterstützung der Entwicklung eines Wirtschaftsnetzwerks innovativer Akteur:innen in den Bereichen Reparatur, Wiederverwendung und gemeinsamer Nutzung von Produkten (einschliesslich Umschulungsprogrammen) und Aufwertung bestehender Initiativen.

Zu diesem Zweck, und um den Informationsaustausch zu fördern, bringt die Koalition in erster Linie die Akteur:innen zusammen, die sich in der Schweiz mit der Reparatur und Wiederverwendung von Gegenständen befassen. Sie wollen gemeinsame politische Aktionen durchführen, um die laufende parlamentarische Arbeit zu ergänzen und zu unterstützen und das Thema ganz oben auf der politischen Agenda zu halten.

Die Koalition plant auch Kommunikationsmassnahmen, um dieses zentrale Thema für einen effektiven Übergang zu einem nachhaltigen Konsum der Öffentlichkeit näher und in die Medien zu bringen. Dies auch mit dem Ziel, detailliertes Fachwissen zu vermitteln, über die im Schweizer Kontext vorgesehenen Lösungen.

Zusammenfassend ist die Koalition Teil einer konstruktiven Bewegung, die darauf abzielt, die Entscheidungsfindung zugunsten eines Übergangs zu einer echten Kreislaufwirtschaft in der Schweiz zu erleichtern.

 

 

Koalitionsmitglieder

(in alphabetischer Reihenfolge)


ACSI – Associazione consumatrici e consumatori della Svizzera italiana

Die ACSI ist eine eigenständige, unabhängige und gemeinnützige Konsumentenschutzorganisation. Sie akzeptiert keine Werbung und reinvestiert alle Einnahmen in Aktivitäten, die ihren Ziele dienen. Als aktives Mitglied der Eidgenössischen Kommission für Konsumentenfragen (EKK) arbeitet sie zudem mit schweizerischen und europäischen Konsumenten-organisationen zusammen. Seit ihrer Gründung im Jahr 1974 engagiert sich die ACSI für die Sensibilisierung, Information und Aufklärung der Komsument:innen, damit diese fundierte und verantwortungsvolle Entscheidungen treffen können. Die ACSI organisiert Repair Cafés in der italienischsprachigen Schweiz. Sie setzt sich auf parlamentarischer Ebene für die Verlängerung der gesetzlichen Produktgarantie ein. Eine Massnahme, die die Lebensdauer von Produkten verlängern und so Abfall und Kosten für Konsument:innen und Umwelt reduzieren würde.

acsi.ch/riuso-e-ricido/

APRÈS, réseau de l’économie sociale et solidaire

APRÈS – das Westschweizer Netzwerk der Sozial- und Solidarwirtschaft – trägt seit 2003 dazu bei, die Wirtschaft zu einem wichtigen Hebel für den Wandel zu einer Gesellschaft zu machen, die den Menschen und die Biosphäre respektiert.

Die rund 600 Unternehmen, die diesen Wirtschaftsdachverbänden angehören, vereinen die gemeinsame Werte und sachliche Kriterien (Kreislaufwirtschaft, begrenzte Rentabilität, Transparenz, Gemeinnützigkeit usw.). Sie sind in allen Wirtschaftsbereichen tätig, die für eine nachhaltige Gesellschaft nützlich sind, von der Landwirtschaft über die Industrie und den Wohnungsbau bis hin zum Gesundheitswesen. Sie können unterschiedliche Rechtsformen haben und haben das gemeinsame Ziel, ihre positiven Auswirkungen auf die Gesellschaft zu maximieren.

apres-ge.ch / apres-vd.ch / apres-bejune.ch

 

Caritas Jura

Caritas Jura engagiert sich seit über 50 Jahren im Kampf gegen alle Formen der Prekarität. Der Einsatz gegen Verschwendung war schon immer eine seiner Prioritäten, insbesondere durch Second-Hand-Läden. Diese Dimension wurde in den letzten Jahren insbesondere durch die neue Verkaufsfläche COMM9, einer modernen und attraktiven Vitrine für Gebrauchtwaren, weiter gestärkt.
Durch Aktivitäten wie Repair Cafés, Bike-Workshops, Rückgewinnung und Rückgewinnung von Spenden engagiert sich Caritas Jura für ein nachhaltigeres und unterstützenderes Umfeld. Die Institution ist Partner des Schweizer Caritas-Labels, das in ihren Filialen nachhaltiges und solidarisches Recycling garantiert. Ziele: 100 % für den Planeten, 100 % gegen Prekarität.

https://www.caritas-jura.ch/notre-engagement/notre-engagement-pour-l-environnement

 

 

 

FRC – Fédération romande des consommateurs

Die 1959 gegründete Konsumentenschutzorganisation FRC setzt sich seit ihren
Anfängen gegen die vorzeitige Entsorgung von Produkten ein. Mit Lösungen vor Ort, Hintergrundinformationen und Aktionen mit politischen und wirtschaftlichen Akteuren
zur Änderung der Spielregeln sind die Ziele vielfältig. Es geht darum, unnötige Ausgaben
für die Konsument:innen zu vermeiden, indem die Lebensdauer ihrer Produkte verlängert
wird, sowie darum, die Ressourcenverschwendung und die Schadstoffemission im Zusammenhang mit der Herstellung und Entsorgung von Produkten zu begrenzen.
Zu diesem Zweck stehen Ökodesign, Reparierbarkeit und Wiederverwendung von Gegenständen im Mittelpunkt des Wandels von einer linearen Wirtschaft, die auf Wegwerf-produkten basiert, zu einer Kreislaufwirtschaft, die es ermöglicht, den Materialkreislauf zu verlangsamen.

frc.ch/duree-de-vie-des-objets


Gemeinwohl-Ökonomie Schweiz

«Die Wirtschaft wieder in Ordnung bringen.» Die 2010 in Wien gegründete Bewegung der Gemeinwohl-Ökonomie unterstützt heute Unternehmen, Gemeinden, Bildungsorganisationen und Einzelpersonen auf der ganzen Welt dabei, ihre Aktivitäten an den Erfordernissen des Gemeinwohls und der Verletzlichkeit unseres Planeten auszurichten. Die Matrix des Gemeinwohls, die dafür ein Set von Indikatoren und ein bewährtes Verfahren bietet, ergibt sich auch den vier Werten «Menschenwürde», «soziale Gerechtigkeit und Solidarität», «ökologische Nachhaltigkeit» und «Transparenz und Demokratie». In der Schweiz haben rund 70 kleine und mittlere Unternehmen und eine Gemeinde eine Gemeinwohlbilanz erstellt. Diese Dienstleistungen sind beim Verein Gemeinwohl-Ökonomie Schweiz erhältlich.

gwoe.ch


Der Gewerbeverein

Der Gewerbeverein setzt sich seit 2019 für eine nachhaltigere, menschen- und umweltnahe Wirtschaft ein. Mit seinen Aktionen setzt er sich auf kantonaler und eidgenössischer Ebene für die vier Säulen der Nachhaltigkeit (Humanität und soziale Gerechtigkeit, globale Ökologie, faire Wirtschaft und kulturelle Identität) ein und bietet eine echte politische Alternative zu traditionellen Wirtschaftsdachverbänden. Er vertritt die Stimmen von 500 progressiven Schweizer KMU, die er für seine Stellungnahmen direkt konsultiert.

dergewerbeverein.ch

Greenpeace Schweiz

Greenpeace ist eine internationale und unabhängige Umweltorganisation. In der Schweiz setzt sie sich besonders für eine Wirtschaft ein, die die Langlebigkeit und das Teilen, die Wiederverwendung und die Reparatur von Produkten fördert. Im April 2022 wurde dem Parlament eine Petition für ein Recht zu Reparieren vorgelegt, die den Wunsch der Schweizer Bevölkerung unterstreicht, trotz aller Hindernisse mehr zu reparieren. Davon würde auch das Klima profitieren, wie die Studie über die Lebensdauer von Produkten und CO2-Emissionen zeigt.

greenpeace.ch/reparieren

Impact Hub Switzerland

Impact Hub Switzerland will soziale Innovationen und die Entstehung neuer unternehmerischer Projekte fördern. In seinen Coworking Spaces und durch seine Programme bringt der Verein Bürger:innen, Unternehmer:innen und die wichtigsten Akteure unserer Gesellschaft zusammen und ermutigt sie, bei gesellschaftlichen Herausforderungen zusammenzuarbeiten.

impacthub.ch


NoOPS (No Obsolescence Programmée Suisse)

Der Verein NoOPS führt verschiedene Aktionen durch, die darauf abzielen, die Lebensdauer von Produkten zu verlängern, sie zu reparieren und zu verwerten, um letztlich die geplante Obsoleszenz zu bekämpfen. Der Verein verfügt in der ganzen Westschweiz über ein Netzwerk um gebrauchte Mobiltelefone und Tablets zu sammeln, sie wiederaufzubereiten und zu verwerten. Der Verein arbeitet dabei mit mehreren lokalen Partnern zusammen: Die gesammelten Telefone werden von Réalise diagnostiziert und nach der Aufbereitung auf der Online-Plattform Recommerce.swiss weiterverkauft oder zerlegt, um die Materialien bei Renfile, dem Flohmarkt des Evangelischen Sozialzentrums, wieder anzubieten.

noops.ch


Pro Natura

Pro Natura ist die älteste Naturschutzorganisation der Schweiz und hat heute über 170’000 Mitglieder. Sie verwaltet 700 Naturschutzgebiete, betreibt ein Dutzend Naturschutzzentren in der ganzen Schweiz und führt Aktivitäten in der Umweltbildung und Jugendarbeit durch. Darüber hinaus verleiht sie der Natur auf der politischen Bühne und durch ihre Öffentlichkeitsarbeit eine starke Stimme. Mit ihren Sektionen ist Pro Natura auf regionaler Ebene in allen Kantonen aktiv. Auf internationaler Ebene ist sie Teil des Netzwerks Friends of the
Earth.

pronatura.ch


sanu durabilitas

sanu durabilitas ist ein unabhängiger Think and Do Tank für den Übergang zur Nachhaltigkeit in der Schweiz. In Zusammenarbeit mit Partnern aus Forschung, Wirtschaft, Politik, Verwaltung und der Zivilgesellschaft analysiert die Stiftung Hindernisse und identifiziert vielversprechende Lösungsansätze, entwickelt diese weiter und passt sie spezifischen Bedürfnissen an. Sie erarbeitet Empfehlungen und bringt diese EntscheidungsträgerInnen und der Öffentlichkeit gezielt zur Kenntnis.

sanudurabilitas.ch/


swisscleantech

Der Wirtschaftsverband swisscleantech zählt über 500 Mitglieder aus allen Branchen. Unsere Mitglieder setzen sich fürs Klima ein und haben deshalb unsere Charta unterzeichnet. Gemeinsam bewegen wir Politik und Gesellschaft und sorgen dafür, die Schweiz bis spätestens 2050 CO2-neutral zu machen. So geht Wirtschaft klimatauglich.

swisscleantech.ch

Swiss Design Asociation

Berufsverband und vom BAK anerkannte Ansprechpartnerin der Designszene Schweiz. SDA vermittelt zwischen den Akteur*innen von Design, Wirtschaft, Bildungswesen, Politik, Gesellschaft und Umwelt. Unter Design verstehen wir einen umfassenden, integrierten Entwicklungs- und Gestaltungsprozess, der sich auf Dienstleistungen, Produkte, Räume, Systeme und Prozesse nachhaltig, wertschöpfend und kulturschaffend auswirkt.
Als integraler Bestandteil von Innovations- und Transformationsprozessen spielt Design in der Umsetzung der «Sustainable Development Goals» und in der Transformation hin zu einer nachhaltigen, zukunftsfähigen und inklusiven Gesellschaft eine zentrale Rolle. SDA unterstützt die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung aktiv im Rahmen von Vernetzung, Austausch und Vermittlung in Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Organisationen.

https://swiss-design-association.ch

 WWF Schweiz

Der WWF Schweiz wurde 1961 in Zürich gegründet. Er hat seinen Sitz in Zürich und Regionalbüros in Lausanne und Bellinzona. Mit rund 300’000 Mitgliedern und Gönnern ist er die führende Natur- und Umweltschutzorganisation der Schweiz. Der WWF setzt sich für die Erhaltung der Biodiversität, Klimaschutz sowie eine nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen innerhalb der planetaren Grenzen ein.

wwf.ch

Zero Waster Switzerland

ZeroWaste Switzerland ist ein gemeinnütziger Verein, der durch seine Aktivitäten und Mitglieder in der Schweiz die Bevölkerung und Akteure aus Wirtschaft und Gemeinwesen dazu inspiriert und dabei unterstützt, Abfälle an der Quelle zu reduzieren. 

ZeroWasteSwitzerland.ch 

 

Contacts

ACSI – Associazione consumatrici e consumatori della Svizzera italiana (Verbraucherverband der italienischsprachigen Schweiz)

Antonella Crüzer,
Generalsekretärin
a.cruezer@acsi.ch
(italienisch, deutsch)

APRÈS c/o APRÈS-Genève

Antonin Calderon,
Leiter Entwicklung und Förderung
antonin.calderon@apres-ge.ch
(französisch)

Circular Economy Switzerland

Kathrin Fuchs
info@circular-economy-switzerland.ch
(deutsch)

FRC – Fédération romande des consommateurs

Laurianne Altwegg,
Leiterin Umwelt, Landwirtschaft und Energie
l.altwegg@frc.ch
(französich)

Gemeinwohl-Ökonomie Schweiz

Gaby Belz,
Koordinatorin Konsum des Vereins zur Förderung der Gemeinwohl-Ökonomie Schweiz, Mitglied des internationalen Vorstands der Gemeinwohl-Ökonomie-Bewegung
gaby.belz@gwoe.ch (deutsch)

Der Gewerbeverein

Christophe Barman, Vorstandsmitglied,
cbarman@loyco.ch
(französisch)

Greenpeace Suisse

Joëlle Herin,
Expertin für Konsum und Kreislaufwirtschaft
joelle.herin@greenpeaceorg
(französich + deutsch)

Impact hub Switzerland

Jaira Guevara, Programmleiterin Inkubator für Kreislaufwirtschaft Romandie
jaira.guevara@impacthub.ch
(französich)

 

NoOPS

Thomas Putallaz,
Präsident
info@noops.ch
(französich)

sanu durabilitas

Nils Moussu,
Programmleiter für Kreislaufwirtschaft
nils.moussu@sanudurabilitas.ch
(französich)

 

Swisscleantech

Gregory Germann,
Verantwortlicher für Klimapolitik
gregory.germann@swisscleantech.ch
(deutsch)

Swiss Design Association

Valérie Notter
notter@swiss-design-association.ch

Verkehrsclub der Schweiz

Luca Maillard,
Eco-Auto Bewertunsspezialist
luca.Maillard@verkehrsclub.ch

(französich)

 

Contact

2 + 12 =

    1.  Alliance des organisations des consommateurs (FRC, SKS, ACSI), Les consommateurs suisses réclament un indice de réparabilité, communiqué du 21 octobre 2021  ↑
    2.  Forti V., Baldé C.P., Kuehr R. et Bel G. Suivi des déchets d’équipements électriques et électroniques à l’échelle mondiale pour 2020: quantités, flux et possibilités offertes par l’économie circulaire. Université des Nations Unies (UNU)/Institut des Nations Unies pour la formation et la recherche (UNITAR) – Programme SCYCLE coadministré par l’Union internationale des télécommunications (UIT) et l’Association internationale des déchets solides (ISWA), Bonn/Genève/Rotterdam  
    3.  Urban Mine Platform,  http://www.urbanmineplatform.eu  
    4.  Greenpeace, Commerce de détail et économie circulaire: le chemin est encore long, juin 2022  
    5.  Fédération romande des consommateurs, Réparabilité | Appareil sous garantie: à peine acheter qu’il faut déjà le jeter, FRC Mieux choisir N°143, septembre 2022  
    6.  Voir notamment: Greenpeace, Droit à la réparation : une démarche en faveur de l’environnement largement soutenue par la population suisse, communiqué du 16 novembre 2021  

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